Markus Maria Winkler

Schauspieler, Sänger

 

2 Wilhelm Busch Programme:


1. Wilhelm Busch Programm:

Buschiaden... und andere Schmeicheleien

 

Das literarische Schauspiel

mit Jürgen Wegscheider und Markus Maria Winkler   

 

Flyer Buschiaden
Flyer Buschiaden
Flyer Busch März 2019.pdf (429.83KB)
Flyer Buschiaden
Flyer Buschiaden
Flyer Busch März 2019.pdf (429.83KB)

 

Pressetext:

Wilhelm Busch, 1832 - 1908, ist zweifelsohne der Klassiker des Humors. Mit seinen Geschichten und Gedichten sorgt er für Lachen bei Jung und Alt. Das Publikum erwartet eine breite Auswahl von Hänschen Däumeling, Max und Moritz, Die Fliege bis zur Kritik des Herzens und vielem mehr. Hinter seinen Versen und Geschichten verbirgt sich sehr viel Philosophisches und Weltkluges. Die Schauspieler Markus Maria Winkler und Jürgen Wegscheider stöberten in Buschs Schatztruhe und präsentieren Ausgewähltes aus seinem Schaffen. In schneller Folge servieren sie turbulente Geschichten, feinsinnige Verse und skurrile Pointen.

Die Schauspieler Markus Maria Winkler und Jürgen Wegscheider arbeiten seit über zehn Jahren zusammen. Seit dieser Zeit brachten sie viele gemeinsame Produktionen auf die Bühne. Der gebürtige Wilhelmshavener Markus Maria Winkler war u. a. beim Tourneetheater Das Ensemble Jacob-Schwiers unter der Intendanz von Ellen Schwiers und Katerina Jacob, beim Südbayerischen Theaaterfestival, unter der Leitung von Cordula Trantow, sowie am Festspielhaus München, im Engagement. Mit seinen literarischen und musikalischen Programmen gastiert er im deutschsprachigen Raum, in Belgien, Deutschland, Österreich und der Schweiz. 2018 feierte Markus Maria Winkler sein 20jähriges Bühnenjubiläum.

Der Kärntner Jürgen Wegscheider spielte an Theatern in Frankfurt/Main, München und Essen und war regelmäßig auf Theatertournee. Mit seinen vorwiegend literarisch-kabarettistischen Programmen ist er in ganz Belgien, Deutschland, Österreich und der Schweiz unterwegs.

Künstler:

Markus Maria Winkler

Im Juni 1975 wurde der Schauspieler, Sänger und Geschichtenerzähler, Markus Maria Winkler, in Wilhelmshaven an der Nordseeküste geboren. Er spielte beim Südbayerischen Theaterfestival, beim Tourneetheater Das Ensemble Jacob-Schwiers und spielt bis heute am Festspielhaus in München. Mit seinem Kollegen Jürgen Wegscheider gastiert er mit eigenen literarischen Programmen im deutschsprachigen Raum, in Belgien, Deutschland, Österreich und der Schweiz. Seine Gesangsprogramme aus den Bereichen Musical, Jazz und Chanson ergänzen sein Repertoire. 2020 feiert er sein 22jähriges Bühnenjubiläum. Als Schauspieler und Geschichtenerzähler ist er mit seinen Bühnenprogrammen von den Brüdern Grimm, Christian Morgenstern und Johann Wolfgang von Goethe im deutschsprachigen Raum auf Gastspielreisen.

Jürgen Wegscheider

Der Kärntner Jürgen Wegscheider spielte an Theatern in Frankfurt/Main, München und Essen und war regelmäßig auf Theatertournee. Mit seinen vorwiegendliterarisch-kabarettistischen Programmen ist er in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz unterwegs.

Wilhelm Busch

Kritik 2020:

VON IRMGARD RAMPP

DIENSTAG, 25. FEBRUAR 2020 Oberallgäu - Kultur

Wenn Lügen Haare wären ... Komik Die Münchner Schauspieler Jürgen Wegscheider und Markus Maria Winkler amüsieren im Oberstdorf-Haus mit „Buschiaden und anderen Schmeicheleien“. Das Duo stellt dabei so manche Bezüge zur Gegenwart her

Oberstdorf - Als grandiose Darsteller brauchen sie kein aufwendiges Bühnenbild und keine große Maskerade für ihre höchst amüsante Mischung aus Theater und Lesung. Den Münchener Schauspielern Jürgen Wegscheider und Markus Maria Winkler reicht für ihr knapp zweistündiges Programm „Buschiaden und andere Schmeicheleien“ ein Tisch, zwei Stühle und ein Glas Wasser für die Gurgel. „Lachen ist ein Ausdruck relativer Behaglichkeit“: diesem Zitat von Wilhelm Busch (1832 1908) zufolge fühlten sich die zweihundert Zuhörer im OberstdorfHaus überaus behaglich. Denn auf einzigartige Weise verkörpern Winkler und Wegscheider in den furios gespielten Szenen die Charaktere der hintergründigen Gedichte und Erzählungen von Wilhelm Busch. Da vollführen die beiden Spaßvögel einen kurzweiligen und quietschfidelen Streifzug durch die teilweise grotesken Züge von Buschs Humor. War dieser doch ein scharfer Beobachter seines Umfelds. Und verpackte das Spießbürgertum mit seiner Selbstzufriedenheit, Doppelmoral und Frömmelei auf gnadenlose Weise in bitterböse Ironie, beißenden Sarkasmus und makabre Schadenfreude. So trieben Winkler und Wegscheider auf der Bühne allerhand verwegenen Schabernack. „Rickeracke! Rickeracke! Geht die Mühle mit Geknacke“. Max und Moritz mit ihren abgefeimten Streichen erwachten mit ausgefeilten, kabarettistischen Pointen zum Leben. Doch nach Buschs Geschichten sind nicht nur Lausbuben, sondern auch alte Tantchen zu manch Übeltätereien bereit. So sannen zwei von ihnen nach einem erbsengrünen Kleid als Geburtstagsgeschenk für Sophiechen. Wohlwissend, dass die Kleine diese Farbe nicht leiden kann: „… Der dritten Tante war das Recht, ‚ Ja‘ , sprach sie, ‚ mit gelben Ranken. Ich weiß, sie ärgert sich nicht schlecht – und muss sich auch noch bedanken‘ “. So manches Zitat von Wilhelm Busch würzte den Abend: „Wenn alles sitzen bliebe, was wir in Hass und Liebe so voneinander schwatzen – wenn Lügen Haare wären, wir wären rau wie Bären – und hätten keine Glatzen.“


Schierling. (il) Montag, 10. Februar 2020 ALLGEMEINE LABER-ZEITUNG

Von skurril bis nachdenklich

In schneller Folge servierten sie turbulente Geschichten, feinsinnige Verse und skurrile Pointen aus Wilhelm Buschs Schatztruhe. Markus Winkler (li.) und Jürgen Wegscheider sorgten für einen unterhaltsamen Abend in der Marktbücherei rund um das Werk des großen Humoristen.

Die neue Büchereileiterin Sonja Schweiß durfte in der Marktbücherei Schierling rund 70 Gäste zur ersten Veranstaltung des Jahres begrüßen. Mit „Buschiaden und andere Schmeicheleien“ stand ein vergnüglicher und kurzweiliger Abend auf dem Programm. Und tatsächlich boten die Münchner Schauspieler Markus Winkler und Jürgen Wegscheider mit ihrem schauspielerischen Können und ihren hervorragenden rhetorischen Fähigkeiten Unterhaltung vom Feinsten.

Zum Auftakt gab es Gedichte und Zitate aus den Aphorismen Wilhelm Buschs, wobei besonders der Vers über „Fink und Frosch“ eine mahnende Botschaft an die unter Selbstüberschätzung leidenden Zeitgenossen übermittelte: Wer schnell auf einen Baum klettert, ist noch lange kein Vogel! Nachfolgend gab es einige Kostproben der angekündigten „Buschiaden“. Dabei handelt es sich allerdings nicht, wie von vielen vermutet, um Literatur von Wilhelm Busch, sondern um Nachahmerwerke. So zum Beispiel die Streiche von „Maus und Molli“ aus der Feder von Wilhelm Meier.

Die Streiche von „Maus und Molli“ Ähnlich wie bei „Max und Moritz“ gibt es auch hier sieben Streiche, die die Zuhörer zum ausgiebigen Schmunzeln brachten. Tante Dorothees Kuchen wird mit ihren eigenen Nähnadeln gespickt und somit die ganze Verwandtschaft nach dem Kaffeeklatsch außer Gefecht gesetzt. Große Verwirrung stiften Maus und Molli mit dem Austausch der Nachbarszwillinge durch Puppen. Und auch mit den lustigen Näharbeiten an Kissenbezügen, Röcken und Hosen machen sich Maus und Molly bei ihren Mitmenschen nicht gerade beliebt. Als sie in ihrem letzten Streich die Dorfwäsche im Wasser versenken wollen, landen sie als Haifischfutter im Meer und keiner der Dorfbewohn er weint ihnen eine Träne nach. Nun ging es aber mit

den Originaltexten von Wilhelm Busch weiter. In den Gedichten „Die Militärkommission“, „Mittagsruh“ und „Seelenwanderung“ wurden dem Publikum Eitelkeiten und andere menschliche Untugenden vor Augen geführt. Auch wenn die beiden Künstler ihren textsicheren Vortrag mit viel Situationskomik und spitzbübisch darboten, stimmten manche Stücke e twas nachdenklich. Nach dem pantomimischen Vortrag „Pfannkuchen und Salat“ waren die Gäste gut eingestimmt für eine kurze Pause bei Knabbereien

und Getränken. Anschließend gab es die Höhepunkte aus Wilhelm Buschs Schatzkiste. „Hänschen Däumling“ war bei den Zuhörern schon bestens bekannt.

Höhepunkte aus Buschs Schatzkiste Den Höhepunkt des Abends bildeten zweifelsohne „Max und Moritz“, wobei man viele Gäste dabei beobachten konnte, wie sie die Reime auswendig mitsprachen. Nicht viele Geschichten haben schließlich einen vergleichbaren generations

übergreifenden Bekanntheitsgrad. Mit der einmaligen Schauspielleistung, mit der die einzelnen Charaktere aus den Lausbubengeschichten dargeboten wurden, begeisterten Winkler und Wegscheider noch einmal das Publikum. Alle amüsierten sich köstlich über die Darstellung der Witwe Bolte, ihrer Hühner, des Lehrer Lämpels und anderer Protagonisten. Nach dem besinnlichen Gedicht „Abschied“ baten die Gäste um eine Zugabe und wurden mit weiteren Zitaten aus den „Aphorismen“ Wilhelm Buschs belohnt.



Ein akustisches Schmankerl in Adelheids Spargelhaus

3.2.2020 Erle (malu) Wilhelm Busch ist zweifelsohne der Klassiker des Humors. Am Freitagabend erlebten - und lachten viele Besucher in Adelheids Spargelhaus über seine Werke. Er ist auch heute noch bekannt bei Alt und Jung und erfreut mit seinen Reimen.

Unter dem Titel „Buschiaden… und andere Schmeicheleien“ erlebten die 70 Gäste auf Einladung des Kulturkreises Schloss Raesfeld, mit den Münchner Schauspielern Markus Maria Winkler und Jürgen Wegscheider ausgewählte Schmankerln aus der Schatztruhe von Wilhelm Busch.
Kleinere Zitate und Gedichte wie „Fink und Frosch“, „Der Frosch“ und „Die beiden Enten“ standen zu Beginn des Abends, um danach ausführlich die sieben Streiche von „Maus und Molly“ von Wilhelm Mayer oder „Lies und Lene“ von Hulda von Levetzow zu rezitieren. Auch hier ging es um den Unfug eines Zwillingspärchens. erklärten die beiden Komödianten dem erstaunten Publikum.

Busch wurde nach seinem Tod oft kopiert, was ihn aber nicht weniger erfolgreich machte, da seine Werke sehr umfangreich waren, erfuhren die Gäste.
Sehr textsicher, mit schauspielerischem Können begleiteten die beiden mit viel Situationskomik durch die Texte von Wilhelm Busch. Da blieb kein Auge trocken. Lebhaft und ausdrucksstark gaben sie ihren Figuren und Charakteren die angemessene Atmosphäre. Jürgen Wegschneider und Markus Maria Winkler hatten sichtlich Spaß an den Zitaten und Lebensweisheiten von W. Busch, so dass eine heiter-beschwingte Stimmung entstand.
„Hänschen Däumling“, sowie die Originalgeschichte von „Max und Moritz“ waren die humoristischen Höhepunkte des Abends. Bei der Beschreibung einen Pfannkuchen zu backen, bei dem der Speck in der Pfanne „pritschelt und prutschelt“, lief dem Zuschauer schon beim Zuhören das Wasser im Munde zusammen.
Da der berühmte Illustrator auch ein Menschenkenner war, gab es so manche Anekdoten, die auch heute noch ihre Bedeutung haben, die für das aufmerksam, amüsierte Publikum schön in Szene gesetzt wurden.


 Kritik 2019:

Mit vollem Körpereinsatz erweckten Markus Maria Winkler und Jürgen Wegscheider die Geschichten von Wilhelm Busch zum Leben.

Lispelnde Sylphe und Boltes Hühner. Von Martin Herbaty

Neumarkt - Wilhelm Busch ist wohl der größte Klassiker des deutschen Humors. in "Buschiaden … und andere Schmeicheleien" präsentierten Markus Maria Winkler und Jürgen Wegscheider am Freitag im Gewölbekeller der Residenz eine Auswahl seines Schaffens. In der szenischen Lesung im Rahmen der Reihe "Klangraum - Töne, Stile, Texte" erweckten sie Wilhelm Buschs bekannteste Figuren zum Leben und holten weniger bekannte Werke ans Licht. 

Busch-Gedichte wie die Begegnung von Fuchs und Igel oder jene von Fink und Frosch sprachen Markus Maria Winkler nicht nur mit verteilten Rollen, sondern holten deren Protagonisten auch mit Mimik und Gestik auf die Bühne. Die zu Wilhelm Buschs Markenzeichen gewordene "Moral von der Geschicht" ist meist eine ironisch-lakonische aufgeblasene Banalität - und bisweilen eine Wahrheit, die keiner gerne hören wollte, wäre sie nicht in Humor verpackt. 

Wenn "Die Militärkommission" eine Ode an die Schönheit krachend zerschellt oder in "Kritik des Herzens" der Blick in die Seele des selbst-zufrieden-bigotten Spießers geht, haben die ausgreifend spielenden Wegscheider und Winkler die Lacher auf ihrer Seite. Süffisant zelebrierten die zwei Schauspieler das Damenkränzchen in "Die erste alte Dame sprach..." Sie beratschlagen, wie sie der Nichte ein möglichst ungeliebtes Geschenk machen können, für das diese sich auch noch bedanken muss. 

Und manchmal sind die beiden bei ihrem Auftritt in Neumarkt mit Wonne albern: wenn etwa im "Hänschen Däumeling" Busch eine "lispelnde Sylphe" einführt, lispelt der Vortragende dann auch bei jedem Auftritt so derb, dass alle im Zuschauerraum losprusten. 

Der Höhepunkt des Abends war natürlich "Max und Moritz". Hier spielten Wegscheider und Winkler sämtliche Figuren einschließlich Witwe Boltes Hühnern - samt "bang und bänger" werdendem Gesang, den mal bellenden, mal wehklagenden Spitz und den Maikäfern, die Onkel Fritz ins Bett gestopft werden. Meta-Zitate inbegriffen.

Zum Ende wurde es erst melancholisch mit dem "Abschied", dann wieder humorvoll mit der Zugabe aus ausgewählten Aphorismen. Doch selbst hier war der Weg zum Galgenhumor nicht weit. Humor hat bei Wilhelm Busch schließlich auch der im Angesicht des Todes tirilierende Vogel auf der Leimrute. 

Kritik 2016:

Professionell, frisch und mit Herz

"Wilhelm Busch Abend" präsentiert vom Bendorfer Kulturverein

Kleeblatt Bendorf 17. April 2016

Bendorf. Mit einem kräftigen "Vorschussapplaus" wurden die Akteure des Programms, die Schauspieler Markus Maria Winkler und Jürgen Wegscheider, vom Publikum zum Einsatz gerufen.

Das Berghotel Rheinblick fungierte den Beiden als ideale Kulisse, zu Beginn bewirkte die Sonne im großen Saal eine schmeichelnd warme Raumfärbung, die sich mit einsetzender Dämmerung immer mehr in Richtung Abendrot veränderte und eine programmmatisch gut passende Atmosphäre schuf. Zahlreiche Liebhaber von Wilhelm Buschs Humor waren der Einladung des Bendorfer Kulturvereins gefolgt und freuten sich auf humoristisch geprägte Stunden mit "Ausgewähltem aus Wilhelm Buschs Schatztruhe und anderen Schmeicheleien".

Die seit Jahren an großen Theaterbühnen im deutschsprachigen Raum erprobten Akteure des Abends boten dann auch von Anfang bis Ende Genuss und Spannung in schauspielerisch glänzender Leistung. 2006 haben Markus Maria Winkler und Jürgen Wegscheider zusammen die satirisch szenischen Lesungen zu Wilhelm Busch entwickelt, mit denen sie bis heute erfolgreich sind.

Beginnend mit Nachahmern von Wilhelm Buschs Max und Moritz, "Buschiaden" genannt, präsentierten sie bis zur Pause unter anderem die sieben Streiche von Maus und Molly, die als weibliches Pendant den Originalen Max und Moritz bis zu ihrem bitteren Ende in nichts nach standen. Von mit Nadeln gespickten Geburtstagstorten, über die durch Puppen ausgetauschten neugeborenen Zwillingen bis zu "umgeschneiderten" Kleidungsstücken, denen Eselsohren aus der Haube wuchsen, Hosen mit drei Beinen und Schürzen mit Bandwurmbändern und ähnlichem Unfug, kannte die Phantasie der weiblichen "Taugenichte" keine Grenzen. So kam es auch hier, wie es kommen musste und die Beiden fanden ein schlimmes Ende.

Nach der Pause ging es mit hohem Niveau mit dem Klassiker des Humors, Wilhelm Buschs weiter. Altbekannte Verse und Geschichten des großen Meisters, feinsinniges und turbulentes mit teilweise skurrilen Pointen wechselten in schneller Folge.

Die Schauspieler Markus Maria Winkler und Jürgen Wegscheider begeisterten mit ihrer sichtbaren Spielfreude, rezitierten Texte und spitzbübische Geschichten mit großem Charme und wurden dafür mit hoch verdientem begeistertem Applaus belohnt.

Die Erwartungen der Gäste wurden mehr als erfüllt, viele konnten die Texte mitsprechen, wobei auch lebhafte Erinnerungen an eigene Abenteuer mit Wilhelm Buschs Klassikern nicht auszuschließen waren.

 

Kritik 2015:

Amtzell,  2. Mai 2015

Nach Malerei, Musik und Kabarett hat der Arbeitskreis Dorfkultur in seinem Programm Literatur geboten. Da standen Markus Maria Winkler und Jürgen Wegscheider mit ihren "Buschiaden und anderen Schmeicheleien" auf der Bühne im Alten Schloss.

Aber was sind eigentlich Buschiaden?

"Das sind Nachahmer von Max und Moritz", erklärte Wegscheider, bevor er gemeinsam mit Winkler die sieben Streiche von Molli und Maus von Wilhelm Mayer vorträgt. Und das so gekonnt, dass man den beiden an den Lippen hängt und nicht anders kann, als zu lächeln. Winkler kommt aus Wilhelmshaven, den Wegscheider aus Kärnten hat er in München an der Schauspielschule kennen gelernt. Dass sie die beide mit Bravour durchlaufen haben, ist zu spüren. Sie rezitieren die Texte überaus gekonnt, halten zwar wie ein Märchenerzähler ein Buch in den Händen, sind aber lückenlos textsicher. Beide haben ihre Bühnentauglichkeit schon in großen Theatern und klassischen Stücken bewiesen. Aber sie wollten etwas Eigenes. So stellten sie eigene Programme mit literarischen, humorigen und satirischen Texten zusammen. Seit 2008 touren sie mit Wilhelm Busch durch die Lande. "Von Sylt bis in die Schweiz, von der polnischen Grenze bis in den Ruhrpott", erzählt Wegscheider. "In Amtzell sind sie das erste Mal", fügt Winkler hinzu. Das passe hervorragend, denn Max und Moritz würden heuer 150 Jahre alt.

Busch ist nach wie vor ein Klassiker des Humors. Im Publikum saß sicher nicht einer, der bei "Max und Moritz, gar nicht träge, sägen heimlich mit der Säge, ritzeratze! Voller Tücke, in die Brücke eine Lücke" nicht gerne "Schneider Meck-Meck-Meck" gerufen hätte und sich an seine Kindheit erinnert fühlte. Obwohl sowohl Maus und Molli, als auch Max und Moritz böse endeten, "Ganz naturgemäß, nahm ein schlimmes Ende es", heißt es da, sieht man Winkler und Wegscheider doch den Spaß an den sieben Streichen an.

Beide haben einen sympathischen Schalk im Nacken. Sie zeigen mit Interpretationen weiterer Gedichte, dass Busch nicht nur Max und Moritz konnte, sondern sich in seinen Reimen auch Philosophisches versteckte. "Was wir in Hass und Liebe so voneinander Schwatzen; wenn Lügen Haare wären, wir wären rauh wie Bären und hätten keine Glatzen", rezitierte Winkler. Wegscheider zog ihm die Mütze vom Kopf und offenbarte zur Freude des Publikums dessen haarloses Haupt.

 Kritik 2014:

Spitzbübisch, skurril und nachdenklich

Schwarzwälder-Bote, 29. 09. 2014

Bitz. Spitzbübische Geschichten und skurrile Alltagsbegebenheiten von Wilhelm Busch haben die Schauspieler Markus Maria Winkler und Jürgen Wegscheider auf der Kleinkustbühne K3 in Winterlingen präsentiert.

Es war keine Busch-Lesung im üblichen Sinne, vielmehr griff das Schauspieler-Duo aus München tief in die Schatztruhe des virtuosen Verskünstlers und würzte die Geschichten und Reime mit kabarettistischen Einlagen und überraschenden Pointen, bissig und witzig zugleich. Immer wieder gern gehört und weltbekannt durch alle Altersklassen sind die Lausbubenstreiche von "Max und Moritz", und sie haben auch einige Nachahmer gefunden, die "Buschiaden". So dürfte die Mädelsgeschichte "Maus und Molli" von Wilhelm Mayer wesentlich unbekannter sein. Die sieben Streiche der bösen Mädchen entlockten den Zuhörern manches Schmunzeln. Aber wie auch Max und Moritz entgehen die beiden nicht ihrer gerechten Strafe und keiner weint ihnen eine Träne nach. Und so heißt es dann auch treffend nach dem bitteren Ende: "Nach einem Bösewicht sehnt die ganze Welt sich nicht".

Mit großen Büchern in der Hand warfen sich die beiden Schauspieler verbal die Bälle zu und bewiesen dabei große kabarettistische Spielfreude und Talent für Pointen. Die vereinzelten Anmerkungen der Schauspieller fügten sich nahtlos in den Vortragsabend ein, der mit Aphorismen von Wilhelm Busch endete und somit auch die andere Seite des großen Humoristen zeigte, der trotz - oder gerade wegen - seiner zurückgezogenen Lebensweise in einer kleinbürgerlichen Welt der Menschheit viele kluge Weisheiten hinterlassen hat.

Inspiriert vom Philosophen Arthur Schopenhauer offenbart er psychologischen Spürsinn für sämtliche Facetten menschlichen Seins und Scheins. Mit "Das Gute - dieser Satz steht fest - ist stets das Böse, was man lässt" bleibt nach dem Abend noch etwas zum Nachdenken.

 Die zwei Wilhelm Busch Programme im Vergleich:

Buschiaden und andere Schmeicheleien

Literarisches Schauspiel

Zweiter Streich


Szenische Lesung

Fuchs und Igel, Maus und Molly, Die Militärkommission, Max und Moritz, Hänschen Däumeling, Pfannekuchen und Salat, Kritik des Herzens, u. a.

Maler Klecksel, Der alte Narr, Selig sind die Auserwählten, Wankelmut, Verlust der Ähnlichkeit, Das Bad am Samstagabend, Hans Huckebein, u. a.



2. Wilhelm Busch Programm:

Zweiter Streich

Die szenische Lesung mit
Jürgen Wegscheider und Markus Maria Winkler

 

Pressetext:

Premiere: 2019

Aufgrund des großen Erfolges des Wilhelm Busch Programms Buschiaden und andere Schmeicheleien hat Markus Maria Winkler das neue Wilhelm Busch Programm Zweiter Streich entwickelt.

Anhand des Lebenslaufes von Wilhelm Busch werden ganz andere Werke des Malers und Autoren präsentiert. Zusammen mit Jürgen Wegscheider werden u. a. Maler Klecksel, Der alte Narr, Das Bad am Samstagabend, sowie Hans Huckebein und viele weitere Wilhelm Busch Erfolge zum Besten gegeben. 

Wilhelm Busch, 1832 - 1908, ist zweifelsohne der Klassiker des Humors. Mit seinen Geschichten und Gedichten sorgt er für Lachen bei Jung und Alt. Das Publikum erwartet eine breite Auswahl von Hänschen Däumeling, Max und Moritz, Die Fliege bis zur Kritik des Herzens und vielem mehr. Hinter seinen Versen und Geschichten verbirgt sich sehr viel Philosophisches und Weltkluges. Die Schauspieler Markus Maria Winkler und Jürgen Wegscheider stöberten in Buschs Schatztruhe und präsentieren Ausgewähltes aus seinem Schaffen. In schneller Folge servieren sie turbulente Geschichten, feinsinnige Verse und skurrile Pointen.

Künstlerviten:

Die Schauspieler Markus Maria Winkler und Jürgen Wegscheider arbeiten seit über zehn Jahren zusammen. Seit dieser Zeit brachten sie viele gemeinsame Produktionen auf die Bühne. Der gebürtige Wilhelmshavener Markus Maria Winkler war u. a. beim Tourneetheater Das Ensemble Jacob-Schwiers unter der Intendanz von Ellen Schwiers und Katerina Jacob, beim Südbayerischen Theaaterfestival, unter der Leitung von Cordula Trantow, sowie am Festspielhaus München, im Engagement. Mit seinen literarischen und musikalischen Programmen gastiert er im deutschsprachigen Raum, in Belgien, Deutschland, Österreich und der Schweiz. 2018 feierte Markus Maria Winkler sein 20jähriges Bühnenjubiläum.

Der Kärntner Jürgen Wegscheider spielte an Theatern in Frankfurt/Main, München und Essen und war regelmäßig auf Theatertournee. Mit seinen vorwiegend literarisch-kabarettistischen Programmen ist er in ganz Belgien, Deutschland, Österreich und der Schweiz unterwegs.

Kritiken 2019:

 Stand: 2020

Markus Maria Winkler, Schauspieler | info@markusmariawinkler.de / 089-26 01 90 01   0163 20 98 261